Freitag, 27. November 2009
Dienstag, 24. November 2009
Samstag, 5. September 2009
Montag, 20. April 2009
Abgötter
Kinski rezitiert Villons »Ballade, mit der ich meine Mitmenschen um Verzeihung bitten möchte«
Sonntag, 19. April 2009
Sonntag, 12. April 2009
Aus jener Nacht...
Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke (Auszug)
Rainer Maria Rilke
Er träumt.
Aber da schreit es ihn an.
schreit, schreit,
zerreißt ihn den Traum.
Das ist keine Eule. Barmherzigkeit:
der einzige Baum
schreit ihn an:
Mann!
Und er schaut: es bäumt sich. Es bäumt sich ein Leib
den Baum entland, und ein junges Weib,
blutig und bloß,
fällt ihn an: Mach mich los!
Und er springt hinab in das schwarze Grün
und durchhaut die heißen Stricke;
und er sieht ihre Blicke glühn
und ihre Zähne beißen.
Lacht sie?
Ihn graust.
Und er sitzt schon zu Roß
Und jagt in die Nacht. Blutige Schnüre fest in der Faust.
Rainer Maria Rilke
Er träumt.
Aber da schreit es ihn an.
schreit, schreit,
zerreißt ihn den Traum.
Das ist keine Eule. Barmherzigkeit:
der einzige Baum
schreit ihn an:
Mann!
Und er schaut: es bäumt sich. Es bäumt sich ein Leib
den Baum entland, und ein junges Weib,
blutig und bloß,
fällt ihn an: Mach mich los!
Und er springt hinab in das schwarze Grün
und durchhaut die heißen Stricke;
und er sieht ihre Blicke glühn
und ihre Zähne beißen.
Lacht sie?
Ihn graust.
Und er sitzt schon zu Roß
Und jagt in die Nacht. Blutige Schnüre fest in der Faust.
Sonntag, 15. Februar 2009
экспрессионизм
Das Konzert
Alfred Lichtenstein
Die nackten Stühle horchen sonderbar
Beängstigend und still, als gäbe es Gefahr.
Nur manche sind mit einem Mensch bedeckt.
Ein grünes Fräulein sieht oft in ein Buch.
Und einer findet bald ein Taschentuch.
Und Stiefel sind ganz gräßlich angedreckt.
Aus offnem Mund tönt ein alter Mann.
Ein Jüngling blickt ein junges Mädchen an.
Ein Knabe spielt an seinem Hosenknopf.
Auf einem Podium schaukelt sich behend
Ein Leib bei einem ernsten Instrument.
Auf einem Kragen liegt ein Knopf.
Kreischt. Und zerreißt.
Alfred Lichtenstein
Die nackten Stühle horchen sonderbar
Beängstigend und still, als gäbe es Gefahr.
Nur manche sind mit einem Mensch bedeckt.
Ein grünes Fräulein sieht oft in ein Buch.
Und einer findet bald ein Taschentuch.
Und Stiefel sind ganz gräßlich angedreckt.
Aus offnem Mund tönt ein alter Mann.
Ein Jüngling blickt ein junges Mädchen an.
Ein Knabe spielt an seinem Hosenknopf.
Auf einem Podium schaukelt sich behend
Ein Leib bei einem ernsten Instrument.
Auf einem Kragen liegt ein Knopf.
Kreischt. Und zerreißt.
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